Demo am 29.Januar gegen den Moselaufstieg und für eine sozial-ökologische Verkehrswende

Bildbeschreibung

Es handelt sich um den Flyer für die Demo von der Waldbesetzung Besch Bleibt. Text: Moselaufstieg stoppen! 29. Januar um 15 Uhr am Domfreihof. Verkehrswende Jetzt! Außerdem ist das Logo von der Besetzung abgebildet. Man sieht ein Foto von einer Moselaufstieg-Gegendemo aus dem Jahr 1994. 

Aufruf und Informationen

Liebe Menschen,

Hier noch ein letzter Aufruf zur Kundgebung am kommenden Samstag, dem 29. Januar um 15 Uhr auf dem Domfreihof.
Dort wird gegen die geplante vierspurige Bundesstraße „Moselaufstieg“ bei Trier-Zewen und Igel, sowie gegen die verfehlte Verkehrs- und Mobilitätspolitik der letzten Jahrzehnte demonstriert. Wir wollen kostenlosen, barrierefreien und gut ausgebauten ÖPNV für alle, autoarme Städte und sichere Fahrrad- und Fußgänger*innenwege.

Gleichzeitig wollen wir aber nicht nur auf verkehrspolitische Themen hinweisen, sondern uns auch anderen sozialen und ökologischen Kämpfen widmen. Redebeiträge zu unterschiedlichen Themen rund um Klimagerechtigkeit, Antirassismus, Feminismus, Antikapitalismus, Ableismus, etc. sind herzlich willkommen! Meldet euch kurz, wenn ihr etwas sagen wollt: 0157 38 94 55 19 (Spontan ist aber auch möglich).

Leider können wir wegen Corona-Auflagen vom Ordnungsamt Trier, nicht wie geplant unsere Demoroute durch die Stadt und den Alleenring führen. Daher werden wir „nur“ eine Kundgebung von 15-16 Uhr auf dem Domfreihof abhalten. Eine größere Laufdemo holen wir dann bei sinkenden Inzidenzen hoffentlich bald nach.

Haltet bitte unbedingt genug Abstand zu euren Mitmenschen ein und tragt eine medizinische Maske.

Wir sehen uns am Samstag!
Besch Bleibt

Pressemitteilung

Mit einer Demonstration auf dem Domfreihof wendet sich die Klimaaktivist*innen von der Waldbesetzung Besch bleibt gegen den geplanten Moselaufstieg. Die Aktion findet am Samstag, 29. Januar statt und startet auf dem Domfreihof. Alle sind eingeladen, für eine ökologische Verkehrswende auf die Straße zu gehen, da eine Rodung des Waldes zwischen Trier-Zewen und Igel das Ökosystem Wald massiv beschädigen würde. Dies ist aufgrund der fortschreitenden Klimakrise nicht zu verantworten.
 
“Gerade weil die Politik seit Jahrzehnten den wissenschaftlichen Konsens zu den Auswirkungen der Klimakrise ignoriert und sich auch mit dem neuen FDP-Verkehrsminister Volker Wissing nichts an den kapitalistischen Verhältnissen der Automobilindustrie ändern wird, erwarten wir nicht, dass sich die Ampel-Regierung für eine echte Verkehrswende oder gar Klimagerechtigkeit einsetzem wird. Wir nehmen die Umsetzung selbst in die Hand!”, so Franz Fichte, einer der Waldbesetzer.
 
Außerdem kündigt er für 2022 weiteren Protest an: “Kreativ und entschlossen werden wir sicht-& spürbar sein. Die Zeit zum Verhandeln und Diskutieren ist längst vorbei! Wenn sich nicht jetzt auf allen Ebenen etwas ändert, dann wird das eintreten was Forscher*innen seit langem prognostizieren: Ab einem gewissen Punkt werden sich allgemein bekannte Effekte wie z.B. das Abschmelzen der Pole oder das Auftauen der Perma-Frostböden, die große Mengen klimaschädliche Gase speichern, selbst verstärken. Bis zum Jahr 2100 steht uns bei einem weiter-so-wie-immer eine Erderwärmung von 3°C bevor. Bei 4°C werden sich ganz Afrika und Südamerika in eine unbelebare Wüste entwickelt haben. Die Klimakrise wird Milliarden Menschen zur Flucht zwingen, wenn wir nicht jetzt handeln”
 
Die Waldbesetzung Besch Bleibt solidarisiert sich mit allen, die bereits von der Klimakrise betroffen sind und macht zugleich noch einmal deutlich, dass es eine globale Ungleichheit und Ungerechtigkeit zwischen Verursachern, den Auswirkungen und den Anpassungsmöglichkeiten an die Klimakrise gibt! Außerdem verweisen die Aktivist*innen darauf, dass die Demonstration intersektional gestaltet sein wird und auch andere soziale oder ökologische Kämpfe darin ihren Platz finden. So geht es Ihnen auch um Anti-Rassismus, der Auflösung des Patriarchats, die Gleichberechtigung von behinderten Menschen oder um bezahlbaren Wohnraum, um nur ein paar Beispiele zu nennen.